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 Post subject: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Tue Oct 30, 2012 8:23 pm


Joined: Tue Oct 30, 2012 7:34 pm
Posts: 4
Für Hangspieler ab 1 Jahr Spielerfahrung.
Im Workshop "Tag am Hang" gehen wir auf die Spielweise und Fragen jedes Teilnehmers ein.
Ich begleite Hangspieler dabei die eigene Technik bewusst zu machen und dadurch gezielter
einzusetzen und auch weiterzuentwickeln zu können.

Die Themen:
- "Hand und Fuß" Grundlegendes für Groove und Timing mit dem ganzen Körper
- Von kleinen Bewegugnen und Tonfolgen zum Melodiefluss
- Die Freiheit im eigenen Stück
- Spieltechniken und Koordination
- Austausch

"Tag am Hang" _Samstag_01. Dezember 13-18 Uhr. ETAGE ZWEI, Wilhelmstrasse 6, 79379 Müllheim.
Anmeldeschluß 24. November. Kosten 60€
Für mehr Fragen gerne unter tilo-wachter@t-online.de; www.tilo-wachter.com

Herzliche Grüße Tilo


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Fri Nov 02, 2012 6:11 pm


Joined: Tue Sep 18, 2012 8:10 pm
Posts: 8
Hallo Thilo!


Workshop für das Spiel am Hang? Da versteh ich die Welt nicht mehr.Mein Besuch in Bern ist noch nicht lange her,Gespräche mit Sabina und Felix noch in bester Erinnerung.
Das Hang in meinen Händen heißt nicht umsonst -Freies Integrales Hang-und deswegen ja auch mitunter ein Grund sich per Brief nach Bern zu melden.

Spieltechniken sowie Melodiefolge ergeben sich von selbst und ist erstmal nicht das wichtigste.Die Beschäftigung mit dem Hang ist eine intime Angelegenheit sagt Panart,dem kann ich nur zustimmen.

Wer wie was und wo spielt ist seine Angelegenheit,Hauptsache er hat seine Freude damit-wenn sich Hangspieler über Spielweise etc. austauschen das geht mir auch noch ein.
Nur 60€ für einen Workshop nach immerhin schon 1 Jahr Erfahrung ist schon der absolute Klassiker.

Schöne Grüsse

Martin


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Fri Nov 02, 2012 7:04 pm


Joined: Wed Oct 27, 2010 3:47 pm
Posts: 379
Location: Deutschland/ südlich von Bremen
Du sprichst mir aus der Seele, Martin. :)


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Fri Nov 02, 2012 10:51 pm


Joined: Wed Oct 27, 2010 3:48 pm
Posts: 507
Location: Deutschland, NRW
Martin Eder wrote:
Wer wie was und wo spielt ist seine Angelegenheit,Hauptsache er hat seine Freude damit-wenn sich Hangspieler über Spielweise etc. austauschen das geht mir auch noch ein.
Nur 60€ für einen Workshop nach immerhin schon 1 Jahr Erfahrung ist schon der absolute Klassiker.


Dass jemand wie Tilo, der professionell mit Musik arbeitet, für einen Kurs, den er anbietet, ein Honorar verlangt, finde ich nicht kritikwürdig. Viel spannender fände ich die Frage: Welche Unterstützung kann einem Hangspieler nach einem Jahr nutzen, wenn er meint, Unterstützung zu brauchen. Es wäre schade, wenn so ein Gespräch an einer Breitseite wegen der 60 Euro scheitern würde.

Was mir klar ist: Mit dem Hang liegt man quer zu so ziemlich allen Erwartungshaltungen die um einen herum mit üblichen Musizierformen verknüpft sind. Auf der anderen Seite wird man mit einem sehr ungewöhnlichen Ausmaß an Aufmerksamkeit und Beifall überhäuft. Maßstäbe verwirren sich. Nach einem Jahr, das ist sicher für manchen Hangspieler ein sensibler Zeitpunkt.

Was kann hier helfen?

Michael


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Fri Nov 02, 2012 11:51 pm


Joined: Wed Oct 27, 2010 3:47 pm
Posts: 379
Location: Deutschland/ südlich von Bremen
Hallo,

nur kurz, da spät.

Mein Problem ist nicht die Gebühr. Das ein Lehrer oder Kursleiter sein Geld verdient, ist in Ordnung und normal.
Groove und Timing mit dem ganzen Körper am Hang?
Das klingt nach Klassischer "Ausbildung" in Percussion.
Ich glaube auch, Das mein Hangspiel kein Timing braucht. Jedenfalls kein Timing, was mich ein Kurs lehren kann. Der "richtige" Zeitpunkt, den nächsten Ton hervor zu locken, will ich persönlich beim Hang nicht auszählen.
Ich bin Schlagzeuger. Ich glaube sogar ein nicht mal so schlechter.
Groove und Timing ist mir vertraut. ( brauche auch nicht mehr zu zählen )
Meine Frau liegt normalerweise sowas von daneben, wenn es darum geht den Takt zu treffen.
Seit ich ihr ausgeredet habe, daß sie das versuchen soll, fängt der Klang ihres Hangspieles an mich zu berühren.
Ein "groove" klingt bei ihr falsch. Ein schöner Ton aus ihrem Gefühl heraus gespielt kann garnicht falsch oder richtig sein.
Und da verstehe ich auch, was am Freien Hang außer der Freien Stimmung noch "frei" ist.

Ich sehe das Konzept von Workshops oder Kursen da eher skeptisch.


Frank


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Sat Nov 03, 2012 4:03 am


Joined: Wed Oct 27, 2010 3:48 pm
Posts: 507
Location: Deutschland, NRW
Frank Sturm wrote:
Seit ich ihr ausgeredet habe, daß sie das versuchen soll, fängt der Klang ihres Hangspieles an mich zu berühren.


Das ist, wo das Hang so quer liegt zur üblichen Musizierpraxis. Es liegt auch quer zu unseren eigenen Erwartungen. Wir sind es so gewohnt, trainieren zu wollen, was wir noch nicht können. Und obwohl ich das alles eigentlich weiß, überrascht es mich doch immer wieder, dass die befriedigendsten Momente des Hangspiels sich gerade dann ereignen, wenn mir die Absicht, es gut zu machen, abhanden gekommen ist.

Die Kunst des Hangspiels besteht also seltsamerweise darin, von ihr abzusehen und sich der Kompetenz des eigenen Körpers anzuvertrauen. Oder wie es im "Ruf des Blechs" heißt:

"Das Gefäss erklingt, ohne dass es einer Spieltechnik bedarf. Es antwortet auf leiseste Berührungen wie ein Seismograf, es verstärkt feinste Gesten der Hand und der Finger, es trifft den Menschen im Innersten. Ein Spiegel. Mehr als ein Spiegel. Ein Instrument sich einzustimmen in einen freien Fluss. Ein Stimmgerät. Harmonisierung durch Annahme dessen, was aus den Händen fliesst. Zeitfreiheit."

Frank Sturm wrote:
Ich sehe das Konzept von Workshops oder Kursen da eher skeptisch.


Die Frage stellt sich: Kann es so etwas wie einen "Nicht-Kurs" geben, der einen Hangspieler, der meint Unterstützung zu benötigen, tatsächlich nutzt und in seinem Hangspiel weiterbringt? Was wären die Voraussetzungen dafür?

Zumindest doch die: Dass man auch dem Gegenüber im "Nicht-Kurs" die Haltung entgegenbringt, die der Hangspieler sich selbst gegenüber benötigt: "Annahme dessen, was aus den Händen fliesst". Was würde das für die Konzeption eines geeigneten "Nicht-Kurses" bedeuten?

In diesem Zusammenhang sehe ich die Problematik des Vorbildes und des Modell-Lernens. Einerseits gilt: Der Fluss des Hangspiels entfaltet sich da, wo die innere Repräsentanz von Vorbildern von unserem Gehirn stark gedämpft wird und dafür sie Systeme der Selbstregulation das "Kommando" übernehmen. Andererseits sehe ich: Es gibt für das Hangspiel leider überwiegend schlechte Vorbilder. Da wird fast immer mit zuviel Kraftaufwand gespielt, die Gu-Ding-Integration ignoriert und das Klangpotential des Hang nur defizitär ausgenutzt. Wie lässt sich diesen Vorbildern entgegenwirken ohne in die Falle zu tappen, durch bloßen Austausch der Vorbilder der Selbstregulation doch wieder ihr Recht streitig zu machen?

Michael


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Sun Nov 04, 2012 5:32 pm


Joined: Tue Oct 30, 2012 7:34 pm
Posts: 4
Hallo Martin
Es freut mich, dass Du mit Deinem Hang und Deinem eigenen Spiel so zufrieden bist und es Dich scheinbar auch ganz erfüllt!
Mich haben immer wieder viele Menschen erklärt, dass sie auch diese Zufriedenheit hatten und sich dann plötzlich wie in einer Sackgasse mit dem eigenen Spielen fühlten.
Da ich dieses Gefühl von mir selbst kannte überlegte ich wie ich mit der "eingefahrenen" Situation umgegangen bin- was mich plötzlich wieder beflügelte und mut machte weiter zu gehen.
Diese Frage stellt für mich die Basis des "Tag am Hangs" da. Ich versuche die Menschen dabei zu unterstützen ihr "unvoreingenommenes Hören" wieder zu entdecken. Wenn man solche Schritte gegangen ist und sie einmal in Worte gefasst hat sind sie anschließend leichter wieder zu erinnern- wenn man plötzlich wieder zu viel "will".
Michael bezeichnet es treffend als "Nicht-Kurs". Es ist eine neue Art des Lernens und Lehren gefragt- und das in allen Bereichen nicht nur beim Hangspielen. Mich fasziniert die Frage: wie können wir gemeinsam Lernen ohne im Gewohnten Dualisumus von "Richtig und Falsch" stecken zu bleiben?!
Ein möglicher Weg: Durch das gemeinsame achtsame Hören auf das Hangspiel eines Spielers entsteht eine sehr erhöhte Konzentration auf sein Spiel, was er vielleicht nicht alleine zu hause selbst generieren kann. Alles, inklusive der Umweltgeräusche bekommen durch diese Fokusierung des Hörens eine "Musikalische Verbindung"- es wird als Musik gehört. Es stellt sich ein "Staunen" über die "Spielart" des Anderen ein wodurch dieser oft die bisher als "Schwächen" bezeichneten Eigenarten plötzlich selbst auch als "authentisches Spiel oder Sound" wahrnehmen und akzeptieren kann.
Ich versuche jeden Spieler zu ermutigen in seiner "Eigenart" weiter zu forschen. Und oft genug inspirieren sich die Spieler gegenseitig und ihr Spiel wird dadurch experimentierfreudiger oder facettenreicher.
Der "Tag am Hang" ist bisher für uns alle immer inspirierend, ermutigend und sehr berührend gewesen.
Wünsche Euch viele inspirierende Momente am Hang und auch in den Ebenen :)
Liebe Grüße Tilo


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Mon Nov 05, 2012 9:34 am


Joined: Tue Sep 18, 2012 8:10 pm
Posts: 8
Hallo Thilo!

Vielleicht bin ich da noch zu Grün hinter den Ohren was das Hangspiel betrifft,von einem Jahr Spielpraxis noch weit
entfernt um das nachvollziehen zu können.

Den genauen Beweggrund hast du ja jetzt sehr schön erklärt,trotzdem stellt sich bei mir immer noch die Frage was viele vom
Hang bzw. vom Hangspiel erwarten.Warum bleibt man plötzlich stehen in seinem Spiel und will zuviel.

Manchmal frage ich mich auch was bei vielen der eigentliche Beweggrund ist ein Hang erwerben zu wollen.Stolpert man gelegentlich
über das ein oder andere Youtube-Video,so habe ich da meine Vermutungen.

Wünsche noch viel Erfolg und Erfahrung beim Tag am Hang.

Viele Grüsse

Martin


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Mon Nov 05, 2012 9:53 am


Joined: Thu Oct 28, 2010 10:44 am
Posts: 179
Location: Bad Mergentheim Deutschland
Liebe ForumLeserInnen, Tilo hat seine eigene Art mit den Teilnehmerinnen das Hang zu entdecken.
Beim letzten Kurs waren es sechs komplette unterschiedliche Kursteilnehmer. Ziel war innerhalb der Zeit sein eigenes Hang zu entdecken. Das war kreativ, alle waren zufrieden und konnten etwas mit nachhause nehmen.
Gerade habe ich wieder andere Hangspieler besucht. Beide Musiker, die das Hang inzwischen mehr als sechs oder acht Jahre spielen.
Als Nicht- Musiker bin ich immer erfreut, das sie mir zuhören, das sie mir auf Verbesserungen aus ihrer Sicht vorschlagen, das ich etwas Neues einspiele, der kreative Impuls funkt und springt über. Das ist immer so. Mehrmals im Jahr treffe ich Hangspieler ( leider kenne ich keine Hangspielerin, wäre auch mal interessant), alle haben ihre eigene Art das Hang zu bespielen.
Deshalb freue ich mich auf den Nachmittag mit Tilo, freue mich auf die Erfahrungen der anderen, das freundliche Zuhören von allen, das alles zusammen ist Grund genug einen Nachmittag mit dem Hang auf die Reise zu gehen.
Ich freue mich wenn ich jemanden aus diesem Forum neu kennen lerne, bis dann bei Tilo.
Gruß Amos


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 Post subject: Re: Workshop für Hangspieler "Tag am Hang"
PostPosted: Wed Nov 07, 2012 1:47 pm


Joined: Fri Oct 29, 2010 8:44 am
Posts: 105
Location: Rheinland-Pfalz (Westerwald)
Hallo,
ich hole mir gerne Anregungen bei youtube oder im Austausch mit anderen Hangspieler/innen.
Manchmal erwische ich mich dabei, immer wieder ähnliche Klangfolgen und Rhythmen zu spielen. Mir tut es gut über das eigene Ausprobieren und Erforschen hinaus, Tipps zu bekommen, andere Spielweisen nachzuahmen etc.

Ich stimme aber auch Michael zu, denn ich entdecke auch oft "Neues" indem ich einfach drauflos spiele. Manchmal nehme ich das dann auf und bin dann über die Ergebnisse ganz erstaunt.

Gruß Uwe


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